ohne Hund geht es nicht
"Jagd ohne Hund ist Schund" ist nicht nur ein Spruch
Gerade bei uns im Feldrevier – wo der Blick weit ist, der Wald eher überschaubar und die Deckung im Sommer hoch – geht ohne eine gute Hundenase schlichtweg gar nichts. Wer schon aml seinen gut getroffenen Bock im Mai auf einer zum Teil hüfthoch bewachsenen Wiese gesucht hat, weiß was ich meine.
Wir brauchen unsere vierbeinigen Jagdkameraden vor allem für drei große Aufgaben:
Die Nachsuche: Wenn nach dem Schuss mal etwas nicht wie gewohnt läuft oder der Strassenverkehr unaufmerksam war, schlägt die Stunde der Nasenarbeit. Mit feiner Nase verfolgt der Hund die Wundfährte selbst nach Stunden durch hohes Gras oder Gestrüpp. Das ist angewandter Tierschutz.
Die Wasserarbeit: Ob am Graben oder am Teicheinfluss – wenn die Ente im Schilf landet, schicken wir keinen Menschen hinterher. Der Hund stöbert mit Begeisterung, holt die Ente auch aus dem kältesten Wasser und bringt sie sauber zu uns.
Die Feldjagd: Bei der Jagd auf Hase oder Fasan braucht man Ausdauer und Finderwille. Der Hund durchkämmt Wiesen und Senffelder, spürt das Wild zuverlässig auf und apportiert es nach dem Schuss.
Vom Sofa ins Revier: 80 % Familienmitglied, 20 % Jagdprofi
Wer bei uns an Zwingerhaltung denkt, liegt komplett falsch. Unsere Hunde gehören zur Familie – und zwar mittendrin statt nur dabei. Früher hat uns unser Kleiner Münsterländer auf Trab gehalten, heute bringt der Deutsch Drahthaar Leben in die Bude. Den Großteil der Woche sind sie entspannte Alltagsbegleiter, guter Kumpel Seelenhund und Meister im Gemütlich-Auf-Dem-Teppich-Liegen oder über die Kante des körbchens abhängen.
Aber wenn es ins Revier geht, schalten sie auf Knopfdruck um. Genau diese Mischung macht es für uns aus: Ein treuer Wegbegleiter im Alltag, auf den man sich bei der Jagd zu 100 % verlassen kann.
unsere 4-läufigen Helfer
Die Drahtbürste und der Watz
leider viel zu kurz ein Dreamteam. Nie hätten wir gedacht, dass Arik, damsl 9 den kleinen Halo auf Anhieb akzeptieren und unter seine Fittiche nehmen würde.
Arik v. Indian Summer
ehemals bester Hund von allen - der Watz
Leider mussten wir uns im November 23 von unserem Großen verabschieden. Lange lies er sich die Butter nicht vom Brot nehmen, aber nachdem im Frühjahr 2023 ein nicht operabler Tumor auf der Leber diagnostiziert wurde, haben wir uns dran gemacht ihm seine letzten Monate so schön wie möglich zu machen und mussten ihn dann im November mit 12,5 Jahren schweren Herzens gehen lassen. Hoh Rüd Ho! Wir vermissen Dich Arik!
Halo v. Fuchsberg
unser Goofy und die Drahtbürste
aktuell bester Hund von allen
Seit 2020 bilden wir unseren Deutsch Drahthaar aus. Ein Familienprojekt. Anfangs hat Arik da abolut stark mitgeholfen und Halo hat viel von ihm gelernt. Heute ist er ein gestandener Jagdhund und ein tolles Familienmitglied
Galerie
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Geht es auch ohne Jagd ?
Natürlich gibt es auch kritische Stimmen zur Jagd, manche davon sind berechtigt, da auch Jäger Menschen sind und Fehler machen, manche masieren auf längst veralteten Vorurteilen oder waren gar nie wahr. Hier ein Beitrag von „Quarks“ zur Frage was geschehen würde, wenn man die Jagd abschaffen würde:
warum Jagd?
Auch Artenschutz ist Jägersache.
Seit Inkrafttreten des Bundesjagdgesetzes ist in Deutschland keine Tierart, die dem Jagdrecht unterliegt, ausgestorben. Wegen der gesetzlichen Hegepflicht, d.h. z.B. dem Einhalten von Schonzeiten für bestimmte Tierarten und den Erhalt ihres natürlichen Lebensraumes, profitieren Seehund, Seeadler oder Fischotter von Jägern: Aus eigener Tasche finanzieren sie den Erhalt streng geschützter Arten.
Jäger in Deutschland betreiben so aktiven Artenschutz.
Dem Bundesjagdgesetzes in Deutschland ist zu verdanken, dass keine Tierart, die dem Jagdrecht unterliegt, seit dessen Inkraftsetzung ausgestorben ist. Denn wie die Forstwirtschaft basiert auch die Jagd auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Das heißt: es werden nur so viele Tiere
oder Bäume entnommen, wie langfristig nachkommen. Naturschutz und Artenschutz werden großgeschrieben. Wissenschaftliche Monitoringprogramme unterstützen die Artenschutzprojekte der Jäger. Seeadler, Fischotter oder Seehund, Auer- und Birkhühner, Luchs und Großtrappen unterliegen dem Jagdrecht, sind aber ganzjährig geschützt und werden daher nicht bejagt.
Aber: Da sie dem Jagdrecht unterliegen, gibt es eine gesetzliche Hegepflicht für Jägerinnen und Jäger in Deutschland. Der Begriff Hege ließe sich heute am ehesten übersetzen mit „Erhalt und Pflege“ von Tierbeständen. Aus diesem Grund wenden Jägerinnen und Jäger finanzielle Mittel für den Erhalt streng geschützter Arten auf. Seehund, Fischotter oder Seeadler profitieren durch die Jagdabgabe der Jäger - beispielsweise die Seehundstationen in Norden-Norddeich
und Friedrichskoog wurden von Jägerinnen und Jägern in Deutschland gegründet oder mitgegründet und werden noch heute finanziell etwa bei der wissenschaftlichen Analyse oder durch direkte Maßnahmen vor Ort unterstützt. In den letzten Jahrzehnten haben Jägerinnen und Jäger in Deutschland ebenso mehrere hunderttausend Euro in den Artenschutz des Seeadlers investiert. Nicht zuletzt deshalb haben sich die Bestände erholt und das deutsche Wappentier konnte 2009 von der Liste der bedrohten Arten genommen werden.
Aktiver Artenschutz auch für den Feldhasen
Wildarten wie Feldhasen, die regional in ganz unterschiedlich hohen Beständen vorkommen, werden zweimal pro Jahr (im Spätwinter und im Herbst) mit wissenschaftlichen Methoden gezählt. Diese Zählungen zeigen, dass der Bestand deutschlandweit pro Quadratkilometer (100 Hektar) zwischen fünf und mehr als 100 Feldhasen schwankt. Bejagt wird der Feldhase nur dort, wo sein Bestand auch langfristig gesichert ist.
Jäger erkennt man am grünen Hut und am Dackel.
Jäger sind nicht immer Jäger, sondern oft auch Jägerinnen.
10 Prozent sind weiblich. Zur Jägerprüfung melden sich inzwischen ein Viertel Frauen an. Übrigens: Das Durchschnittsalter von angehenden Jägerinnen und Jägern ist 35 Jahre.
Jagen ist nur etwas für alte Männer?
Ein Vorurteil, das mit einer aktuellen DJV-Umfrage aus dem Jahr 2011 widerlegt ist: Vom Elektrotechniker über die Bürokauffrau bis hin zum Arzt sitzen nahezu alle Berufsgruppen in den Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung oder zum sogenannten „grünen Abitur“ oder auch Jägerabitur.
Die größte Gruppe stellen Dienstleistungsberufe mit 25 Prozent dar, darunter Erzieher, Friseure,
Krankenschwestern oder Lehrer. Schüler und Studenten (17 Prozent) sowie Techniker, Anlagen- und Maschinenbauer (16 Prozent) und Handwerker (13 Prozent) sind ebenfalls bei den Jagdscheinanwärtern stark vertreten. Aber auch Landwirte, Beamte, Wissenschaftler und
Bürokräfte wollen Jägerinnen oder Jäger werden. Und alle müssen das Jägerabitur ablegen. Jägerkurse sind im Preis ähnlich wie die Vorbereitungskurse auf den Führerschein: Rund 1.500 Euro haben die Umfrageteilnehmer im Schnitt für ihr Jagdscheinkurs bezahlt.
Jägerinnen und Jäger in Deutschland:
Seit 20 Jahren steigende Zahlen
In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl der Jagdscheininhaber um rund zehn Prozent auf 357.114 (Jagdjahr 1. April 2011 bis 31. März 2012) gestiegen. Gleichzeitig steigt der Anteil der Jägerinnen in Deutschland stetig an. Vor 20 Jahren waren nur ein Prozent der Jagdscheininhaber
Frauen. Derzeit sind es schon zehn Prozent. In den vom DJV befragten Jägerkursen lag ihr Anteil bereits bei 20 Prozent.
es gibt nicht nur DEN einen Jäger
es gibt nicht nur DEN einen Jäger
es gibt nicht nur DEN einen Jäger
Alles nur Hobbyjäger
Dank ehrenamtlicher Tätigkeit der über 300.000 Jäger in Deutschland sparen die Steuerzahler jährlich 2,2 Milliarden Euro.
Ohne die Waidmänner müssten Seuchenprävention, Hegemaßnahmen oder Verhütung von Wildschäden vom Staat finanziert werden.
Seuchenprävention durch Impfaktionen, Verhütung von Wildschädendurch Reduktion von Wildbeständen, Lebensraumverbesserung: ohne die ehrenamtliche Tätigkeit der über
300.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland wären gesellschaftlich notwendige Aufgaben nicht zu erfüllen. Allein die zur Eindämmung von Wildschäden wichtige Reduktion von Wildschweinen, Rehen und Hirschen durch staatliche Berufsjäger würde den Steuerzahler enorm
belasten.
2,3 Milliarden Euro: Die Arbeit der Jägerinnen und Jäger in Deutschland rechnet sich
Ein Rechenbeispiel: Die privat tätigen Jägerinnen und Jäger entlasten die deutschen Steuerzahler um jährlich 2,275 Milliarden Euro. Der Berechnung zugrunde liegen die bejagbare Fläche in Deutschland mit 35.000.000 Hektar sowie Lohnkosten, Betriebskosten für Maschinen,
Ausrüstung und Lohn für Helfer. Noch nicht enthalten sind die Kosten für die Entsorgung von Fallwild oder Impfaktionen zur Seuchenprävention. Und das alles mit konsequenter Einhaltung von Naturschutz und Artenschutz.
Ohne ehrenamtlich tätige Jägerinnen und Jäger wären die Wälder kahlgefressen.
Ein weiteres Beispiel: In Niedersachsen, einem der größten Bundesländer, erlegen private Jägerinnen und Jäger beispielsweise 75 Prozent der gesamten Jagdquote der Hirsche, Rehe und
Wildschweineim Wald. Ohne sie müsste jeder Revierförster in Niedersachsen jährlich die illusorische Anzahl von über 100 Stück Schalenwild – also Reh, Hirsch und Wildschwein – erlegen.
Die von den Jägerinnen und Jägern zum größten Teil aus eigener Tasche finanzierten Hegemaßnahmen kommen zahlreichen Arten zu Gute, die gar nicht dem Jagdrecht unterliegen: Jägerinnen und Jäger pflanzen und pflegen jährlich Hecken in der Länge der Chinesischen
Mauer – das sind fast 6.000 Kilometer; sie legen jedes Jahr neue Teichflächen in etwa der Größe der Insel Amrum an – etwa 1.700 Hektar; Jägerinnen und Jäger legen jährlich ökologisch wertvolle Flächen so groß wie 2.000 Fußballfelder an – das macht 6.300 Feldholzinseln (kleinere Wald- und Gehölzansammlungen) und 5.700 Streuobstwiesen. Aktiver Naturschutz gehört für die Jägerinnen und Jäger in Deutschland dazu.
es gibt nicht nur DEN einen Jäger
Putzen ist nicht nur statistisch gesehen gefährlicher
als jagen.
Jagd ist sicher.
Der Durchschnittsdeutsche lebt in den eigenen vier Wänden 10-mal gefährlicher als der Jäger in
Deutschland bei der Jagd.
Die Landwirtschaftliche Sozialversicherung listet für das Jahr 2010 zwei tödliche Jagdunfälle durch Schusswaffen bei über 350.000 Jägern, im Archiv der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sind genau 3 tödliche Jagdunfälle mit Waffen verzeichnet. Die Wahrscheinlichkeit, als Jagdbeteiligter tödlich zu verunglücken, liegt auf Basis der dpa-Zahlen bei 0,00085 Prozent. Hingegen lag 2010 das Risiko, im Hausbereich tödlich zu verunglücken, bei etwa 0,009 Prozent (7.500 tödliche Unfälle bei 81 Millionen Deutschen).
Kurzum: Der Durchschnittsdeutsche lebt in den eigenen vier Wänden 10-mal gefährlicher als die Jägerinnen und Jäger bei der Jagd in Deutschland.
Auf der Straße geht es ebenfalls risikoreich zu: 2010 gab es 3.648 Verkehrstote bei 54 Millionen Führerscheininhabern.
Die Wahrscheinlichkeit, als Verkehrsteilnehmer zu sterben, liegt demnach bei 0,007 Prozent. Näherungsweise ist Autofahren also etwa 8-mal gefährlicher als die Jagd in Deutschland.
Bergwandern ist fast 5-mal gefährlicher als Jagen: 45 der rund 900.000 Mitglieder des Deutschen Alpenvereines verunglückten 2010 tödlich (0,004 Prozent).
Sicherheit bei der Jagd in Deutschland wird groß geschrieben
Auf Sicherheit im Jagdbetrieb wird in Ausbildung und Praxis allergrößter Wert gelegt. Um die Jagdteilnehmer vor Gefahren zu schützen, gelten strenge Regeln. Insbesondere bei Gesellschaftsjagden müssen sich alle an der Jagd unmittelbar Beteiligten durch Signalfarben deutlich von der Umgebung abheben. Bei Bewegungs- oder Drückjagden gilt: Das Jagdgebiet ist für Erholungssuchende deutlich erkennbar gekennzeichnet und das Schussfeld für jeden einzelnen Schützen ist genau festgelegt. Hochsitze und erhöhte Stände sorgen dafür, dass die Kugel in Richtung Boden abgegeben wird. Die Erde dient also als natürlicher Kugelfang für Jägerinnen und Jäger bei der Jagd in Deutschland.
Jagd kreiert viele Erlebnisse, gerne teilen wir diese miteinander, untereinander und manchemal auch öffentlich.
Erlegerbilder polarisieren und das nicht ganz zu Unrecht, trotzdem verzichte auch ich nicht zu 100% darauf, zumindest dann nicht, wenn sie das Ergebnis eines besonderen Erlebnisses sind oder aussergewöhnlich.
Stelle ich diese alle ins netz? Nein, dort haben sie wenig bis nichts verloren. Was würden diese dort auch bringen? War ja niemand mit dabei und oft kann ein Dritter das Erlebnis objektiv nicht nachvollziehen.
Meistens handelt es sich sogar lediglich um die Dokumentation, jagd ist inzwischen auch viel verwaltung.
Entsprechen alle meine Bilder den gängigen Vorstellungen zur Jagd oder aller Jäger sicher nicht. Im Feldrevier fehlen oft die bruchgerechten Hölzer, wenn das Loch zu groß ist, liegt die Sau auch mal auf der falschen Seite. Da aber ind er Regel eh nur ich sie sehe, macht mir das nichts aus.
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